Begriff;Erläuterung;Infolink;Bild Walddefinition der ÖWI;"Mit Holzgewächsen lt. ForstG 1975 bestockte Fläche oder im Zuge der Nutzung vorübergehende bloßgelegte Fläche, die folgende Kriterien erfüllt: • Mindestfläche: 500 m² • Mindestüberschirmung: 3/10 • Mindestbreite: 10 m • Nichtöffentliche Straßen mit einer Breite ≥5 m im Wald ";; Instruktion für die Feldarbeit der ÖWI;"Umfassende Beschreibung der Aufnahmemethodik und Parameterbeschreibung der Österreichischen Waldinventur";; Erhebungsperioden;"Zeitabschnitte der Datengewinnung in Österreichs Wäldern durch die Österreichische Waldinventur. Die ÖWI Erhebungen haben früher drei bzw. fünf Jahre gedauert. Dazwischen gab es Zeiträume ohne Erhebung. Seit 2016 ist die ÖWI ein permanentes Monitoringsystem und es wird jährlich ein Sechstel aller Probeflächen erhoben. Bis zur nächsten vollständigen Erhebung 2022/27 werden für Subperioden (z.B. 2017/2022, 2018/23) einzelne Themen ausgewertet. Auflistung der ÖWI Erhebungsperioden (permanentes Stichprobennetz ab 1981): • ÖWI 1981/85 • ÖWI 1986/90 • ÖWI 1992/96 • ÖWI 2000/02 • ÖWI 2007/09 • ÖWI 2016/21";; Vorratsfestmeter (Vfm);"Raummaß für den Holzvorrat inkl. Rinde. 1 Vorratsfestmeter (Vfm) entspricht 1 Kubikmeter (m³)";; Hektar (ha);"Flächenmaß für die Waldfläche";; Vorratsfestmeter pro Hektar (Vfm/ha);"Holzvorrat pro Flächeneinheit in Vfm/ha";; Ertragswald;"Wald mit regelmäßiger forstlicher Bewirtschaftung";; Betriebsarten;"Betriebsarten beschreiben die Art der Waldbewirtschaftung und werden in folgende Kategorien unterteilt: • Wirtschaftswald • Ausschlagwald • Schutzwald im Ertrag • Schutzwald außer Ertrag • Holzboden außer Ertrag Der Ertragswald umfasst den Wirtschaftswald, Ausschlagwald und Schutzwald im Ertrag. Der Gesamtwald umfasst den Ertragswald, Schutzwald außer Ertrag und Holzboden außer Ertrag.";; Eigentumsarten;"Die Eigentumsart ist eine Kategorisierung des Waldeigentums: Kleinwald (<200 ha), Österreichische Bundesforste und Betriebe (200-1000 ha, >1000 ha, Gebietskörperschaften).";; Wirtschaftswald;"Wälder, die einem oder mehreren ökonomischen Wirschaftszielen dienen und regelmäßig als Hochwald bewirtschaftet werden. Hochwald ist ein aus Kernwüchsen, Stecklingen oder Propflingen hervorgegangener Wald.";; Schutzwald im Ertrag;"Wälder mit Standortschutzfunktion und regelmäßiger forstlicher Bewirtschaftung als Hochwald. Der Standort dieser Wälder ist durch natürliche Kräfte, wie Wind, Wasser oder Schwerkraft gefährdet und bedarf einer besonderen Bewirtschaftung zum Schutz des Bodens und Bewuchses. Der Wald schützt sich selbst! Kriterien für die Schutzwaldentscheidung folgen dem §21 ForstG 1975";; Schutzwald außer Ertrag;"Wälder mit Standortschutzfunktion ohne forstlicher Bewirtschaftung, in schwer oder nicht begehbaren Lagen. Dazu zählen auch Bestände auf dürftigsten, ganz minderwertigen Standorten ohne Holznutzung.";; Ausschlagwald;"Wald, der überwiegend aus Stockausschlag oder Wurzelbrut entstanden ist.";; Gesamtwald;"Summe aller Waldbetriebsarten, inklusive der unbegehbaren Teile.";; Kleinwald;"Privatwälder <200 ha";; Betriebe;"Privatwälder >200 ha";; ÖBf AG;"Österreichische Bundesforste AG";; Gebietskörperschaften (Geb.K);"Dabei handelt es sich um eine Eigentumsart, die Wälder von Bund, Land und Gemeinden über 200 ha Waldfläche umfasst.";; Zuwachs;"Jährlicher, durchschnittlicher Holzwachstum zwischen zwei Erhebungen der ÖWI in Vfm/Jahr und Vfm/ha/Jahr";; Nutzung;"Jährliche, durchschnittliche Holzentnahme durch Bewirtschaftung (inklusive Bäume, die natürlich umfallen) zwischen zwei Erhebungen der ÖWI in Vfm/Jahr und Vfm/ha/Jahr.";; Altersklassen;"Bestandesalter in 20 Jahresstufen";; Blöße;"Temporär unbestockter Waldboden oder Flächen mit geringer Überschirmung (1/10 - 3/10) größer als 500 m²";; Bestandeslücke;"Lücken im Kronendach von 50 m² bis 500 m² und Flächen ohne forstlichen Bewuchs, entweder mit oder ohne Strauchbewuchs";; Wuchsklassen;"Zuordnung der Bäume eines Bestandes aufgrund der vertikalen Schichtzugehörigkeit. Der Brusthöhendurchmesser (BHD) bildet die Grundlage für die Wuchsklassenzuordnung.";; Jugend I;"Bestand mit Bäumen bis 1,3 m Höhe";; Jugend II;"Bestand mit Bäumen ab 1,3 m Höhe bis 104 mm Brusthöhendurchmesser";; Stangenholz;"Bestand mit Bäumen ab 105 mm bis 204 mm Brusthöhendurchmesser";; Baumholz I;"Bestand mit Bäumen ab 205 mm bis 354 mm Brusthöhendurchmesser";; Baumholz II;"Bestand mit Bäumen ab 355 mm bis 504 mm Brusthöhendurchmesser";; Starkholz;"Bestand mit Bäumen ab 505mm Brusthöhendurchmesser";; Brusthöhendurchmesser (BHD);"Baumdurchmesser in 1,3 m Höhe über dem Boden";; Vorrat;"Der Holzvorrat ist die im österreichischen Wald stehende Holzmenge in Vfm und Vfm/ha. Bezieht sich auf das Stammvolumen von Bäumen ab einem BHD von 5 cm, inklusive stehendem Totholz. Für den unbegehbaren Schutzwald außer Ertrag liegen dafür keine Waldinformationen vor.";; Totholz;"Unter Totholz versteht man abgestorbenes, im Wald verbliebenes Holz. Totholz entsteht auf unterschiedliche Weise, etwa bei waldbaulichen Eingriffen, Schadeereignissen wie Windwurf, Schneebruch und Insektenbefall, durch Konkurrenz oder das altersbedingte natürliche Absterben von Bäumen. Das im Österreichischen Wald stehende Totholz wird als Vorrat (Vfm/ha) und in Stammzahlen (Stämme/ha) gemessen und bezieht sich auf Bäume ab einem BHD von 5 cm. Darüber hinaus werden auch liegendes Totholz und Stöcke gemessen, sind aber nicht Teil der Standardergebnisse der ÖWI.";; Auszeige;"Beurteilung, ob eine Pflegemaßnahme aus waldbaulichen Gründen zur Förderung der Bestandesentwicklung und Wertleistung durchgeführt werden soll.";; Holzboden;"Alle der Holzproduktion unmittelbar dienenden oder dafür vorgesehenen Flächen einschließlich der Wege, Wirtschaftsstreifen und Schneisen, die weniger als 5m breit sind";; Holzboden außer Ertrag;"Flächen im Wald, die vorübergehend oder dauernd der Holzproduktion entzogen sind. Das sind z.B.: • Nicht öffentliche Waldstraßen • Ständige Holzlagerplätze • Forstliche Sonderkulturen: Forstgärten, Christbaumkulturen, Weidenheger und Kopfweidenflächen, auf Waldboden ab 500 m² • Wildfütterungen und Wildäcker auf Waldboden • Liefergassen, Schneisen und Wirtschaftsstreifen (Mindestbreite = 5 m) • Leitungstrassen (Energiewirtschaft, Seilbahn, Telefonleitungsaufhiebe, Mindestbreite: 3m) • Quellfassungen • Lawinengänge (Mindestbreite: 10m), Runsen und Rinnen (Mindestbreite: 5m)";; Baumartenmischungskarte;"Für die Baumartenmischungskarte wird eine spezielle Technik angewandt - sogenannte „neuronale Netze“. Diese neuronalen Netze erkennen aus einer riesigen Datenmenge Zusammenhänge, wie sie zum Beispiel für bestimmte Baumarten typisch sind. Die Datengrundlage sind hauptsächlich Sentinel-2 Satellitenbilder, die als Zeitreihe für die Jahre 2017 und 2018 verwendet wurden. Insgesamt wurde versucht, 30 unterschiedliche Klassen abzuleiten. Diese wurden dann zu 14 Klassen zusammengefasst, um die Darstellung übersichtlicher zu gestalten. Die Karte befindet sich noch in Weiterentwicklung und enthält auch Fehlklassifizierungen. Sie liefert aber einen guten Überblick über das Vorkommen der häufigen Baumarten in Österreich. Die Genauigkeit der Karte wird mittels unabhängiger Stichprobenpunkte in Anlehnung an die österreichische Waldinventur berechnet und dient der Qualitätssicherung des Entwicklungsprozesses.";; Waldkarte;"BFW - Waldkarte entsprechend der Walddefinition der Österreichischen Waldinventur. Seit 2019 verfügbar. Waldkarte wird jährlich Anfang Februar im Reiter `Themenkarten` aktualisiert. Derzeitiger Bearbeitungsstand (siehe Abbildung): • weiß=Bearbeitungsstand: 2016-2019 • dunkelgrün=Aktualisierung: 2021 bis Ende 2022";https://www.bfw.gv.at/hochgenaue-waldkarte-waldinventur/;glossar/glossar_waldkarte.JPG unsicherer Wert;"Ist die Variabilität größer als 50 % des berechneten Wertes, wird kein Fehlerwert angegeben und der berechnete Wert ist unsicher.";; zu wenige Daten vorhanden;"Sind weniger als fünf ÖWI Erhebungstrakte in einer Auswerteeinheit, wird kein statistischer Wert ausgegeben, da dieser keine Aussagekraft besitzt.";; Tabellen;"Hier finden forstliche Expert:innen weitere Daten, die über die regionalen Auswertungen hinausgehen. In vier Schritten kommen Sie auch hier zum Ergebnis: 1. Erhebungsperiode einstellen 2. Thema auswählen 3. Kategorien den gewünschten Filter (wie Eigentumsart, Altersklassen, Baumartenmischung) einstellen 4. Region festlegen Erklärungen zu Fachbegriffen finden Sie innerhalb des Glossars oder in den Instruktionen der Felderhebungen der ÖWI.";; Themenkarten;"Aus Satelliten- und Luftbildern sowie mittels anderer Fernerkundungsmethoden werden Karten zu speziellen Waldthemen erzeugt. Aktuell finden Sie hier die Waldkarte der Waldinventur und eine Baumartenmischungskarte.";; Regionale Auswertungen;"Daten für Österreich, ihr Bundesland, ihre Bezirksforstinspektion (BFI) oder ihre Gemeinden können Sie einfach in vier Schritten erhalten: Wählen Sie folgende Menüpunkte aus: 1. die Erhebungsperiode 2. das Thema wie etwa Waldfläche, Vorrat oder Totholz. Rechts mit kleinen Ikons sehen Sie auch, für welche regionale Einheit Daten zur Verfügung stehen (BL - Bund/Bundesland, BFI - Bezirksforstinspektion, G - Gemeinde) 3. unter Kategorie können sie einstellen, für welche Art von Wald Sie das Ergebnis wollen, z.B. Wirtschaftswald, Schutzwald im Ertrag oder für den Kleinwald 4. unter Region grenzen Sie dann auf Österreich, ein Bundesland, oder eine Bezirksforstinspektion ein. Mit einem Klick auf die Karte erhalten Sie das Ergebnis Ihr Auswahlergebnis können Sie auch als Excel-Datei herunterladen.";; Quantile;"Die Intervalle für die Farbgebung werden so bestimmt, dass in jeder Klasse gleich viele Daten sind. Dadurch sind sie unterschiedlich groß und Details werden besser sichtbar.";; Gleiche Intervalle;"Die Intervalle für die Farbgebung in der Karte sind gleich groß. Sie decken den Bereich vom kleinsten zum größten in dieser Kategorie vorkommenden Wert ab und teilen ihn in fünf gleiche Teile.";;